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Pharaoameisen im Krankenhaus — warum sie der gefährlichste Hygieneschädling sind

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Eine winzige, gelblich-braune Ameise von zwei Millimetern Länge ist in deutschen Krankenhäusern, Altenheimen und Großküchen der größte Albtraum für Hygienefachkräfte. Pharaoameisen sind nicht ekelhaft — sie sind gefährlich. Sie übertragen multiresistente Keime in Wundverbände, Infusionsbeutel und sterile Behältnisse. Wir erklären, warum sie so schwer zu bekämpfen sind und was bei einem Verdacht in einer Berliner Klinik in den ersten 24 Stunden passieren muss.

Warum Pharaoameisen anders sind

Die Pharaoameise (Monomorium pharaonis) stammt ursprünglich aus den Tropen. In Deutschland überlebt sie ausschließlich in beheizten Innenräumen. Ihre Stärke ist die Kolonienorganisation: Eine Pharaoameisen-Kolonie hat Hunderte bis Tausende von Königinnen und kann sich durch „Knospung" (Budding) selbst reproduzieren. Wenn man eine Kolonie mit Insektizid bedroht, teilen sich die Königinnen sofort in Subkolonien auf, die in andere Räume und Stockwerke wandern. Eine Kolonie wird so durch Angriff zu zehn Kolonien.

Genau deshalb ist die Bekämpfung mit Spray oder Kontaktgift bei Pharaoameisen kontraindiziert. Wer in einem Krankenhaus mit einer Sprühdose auf eine Pharaoameisenstraße zielt, verschlimmert das Problem dramatisch.

Warum sie für Krankenhäuser ein Albtraum sind

Pharaoameisen sind klein genug, um durch jeden Verband, jede Verpackung und sogar durch geschlossene Infusionsbeutel zu kriechen. Sie suchen Feuchtigkeit und Eiweiß — beides finden sie in Wundsekret, Blut und Körperflüssigkeiten. Auf ihrem Weg von einer kontaminierten Quelle zur nächsten tragen sie Keime mit, darunter MRSA, Pseudomonas aeruginosa, Salmonellen und andere multiresistente Erreger.

In der Praxis bedeutet das: ein Patient mit MRSA in Zimmer 312 wird zum Quellpunkt einer Keim-Verschleppung in Zimmer 314, 318 und in die Versorgungsküche, ohne dass jemand außer den Pharaoameisen die Verbindung herstellt. Eine deutsche Studie aus den frühen 2000er Jahren wies in 30 % der untersuchten Krankenhausameisen multiresistente Erreger nach. Diese Daten sind seit Jahren unverändert besorgniserregend.

Wo wir sie typischerweise finden

In Berliner Kliniken und Altenheimen sehen wir Pharaoameisen am häufigsten in:

  • Heizungsräumen und Versorgungsschächten
  • Hinter Heizkörpern in Patientenzimmern
  • In Kabelkanälen und Steckdosenrahmen
  • An Wasserleitungen und Heizkreisläufen
  • In Versorgungsküchen und Vorratsräumen
  • In Sanitärbereichen und Wäschereien

Die Tiere wandern entlang der Heizungsrohre quer durchs gesamte Gebäude. Eine sichtbare Ameisenstraße in der Cafeteria im Erdgeschoss kann ihren Ursprung in einem Heizungskanal im sechsten Stock haben.

Bekämpfung: warum nur Köder funktioniert

Die einzige Methode, die bei Pharaoameisen nachhaltig wirkt, ist eine Köderstrategie mit langsam wirkenden Wirkstoffen. Wir setzen Hydramethylnon-, Indoxacarb- oder Fipronil-haltige Gel- oder Streuköder ein. Die Arbeiterinnen tragen den Köder in die Kolonie und füttern damit die Königinnen und die Larven. Erst wenn die Königinnen sterben, ist die Kolonie tot. Das dauert in der Regel vier bis acht Wochen — Geduld ist hier essentiell.

Während dieser Zeit darf niemand zusätzlich mit Spray hantieren — kein Reinigungspersonal, keine Hausmeister, kein „Wir-haben-im-Schrank-noch-was". Selbst gut gemeinte Eigeninitiative kann Wochen Köderaufnahme zunichte machen, weil die Ameisen die belasteten Wege meiden.

Was wir bei einer Klinik in den ersten 24 Stunden machen

  1. Begehung mit Lupe und Lockstoff: Wir markieren alle sichtbaren Ameisenstraßen mit kleinen Aufklebern und protokollieren die Wanderwege.
  2. Köderauslage an strategischen Punkten: Nicht überall — gezielt an den Hauptwegen. Wir verwenden mindestens zwei verschiedene Wirkstoffe, um Resistenzen vorzubeugen.
  3. Hygiene-Beratung: Welche Räume gereinigt werden dürfen, welche nicht, wo Wasser stehen darf, wo nicht. Pharaoameisen brauchen Wasser zum Überleben — eine zwei Wochen lang trockene Heizungsnische tötet sie effektiver als jedes Gift.
  4. Dokumentation für die Hygienekommission: Wir liefern eine schriftliche Risikobewertung, die der Klinik als Grundlage für ihre interne Meldung dient.
  5. Folgekontrollen alle zwei Wochen über drei Monate. Pharaoameisen kommen oft in Wellen wieder, wenn die Tochterkolonien noch aktiv sind.

Wer ist betroffen?

Krankenhäuser und Altenheime sind die klassischen Ziele, aber wir sehen Pharaoameisen in Berlin auch in:

  • Großküchen mit ganzjähriger Beheizung (Mensen, Catering-Betriebe)
  • Hotels mit Wellness-Bereichen (warme, feuchte Räume sind ideal)
  • Hochhäusern mit zentraler Heizung (Wohnungen in oberen Stockwerken bekommen oft das Problem zuerst)
  • Apotheken, vor allem bei zentraler Lagerung von Tierfutter und Vitaminpräparaten
  • Veterinärkliniken

Was zur Vorbeugung wirkt

  • Heizungsrohr-Durchführungen mit Manschetten abdichten — die wichtigste bauliche Maßnahme.
  • Lebensmittel in dicht schließenden Behältern lagern, auch in Versorgungsküchen.
  • Wasserquellen reduzieren: tropfende Hähne reparieren, Bodenwischen am Abend, nicht am Morgen.
  • Müllentsorgung mehrmals täglich, vor allem in Patientenzimmern.
  • Bei Neubau oder Renovierung: Bodenkanäle einplanen mit zugänglichen Wartungspunkten.

Rechtliches

Pharaoameisen sind kein meldepflichtiger Schädling im Sinne von §6 Infektionsschutzgesetz, aber ihre Bekämpfung ist Teil der Pflichten von Krankenhäusern nach §23 IfSG und der KRINKO-Empfehlungen zur Krankenhaushygiene. Eine Klinik, die einen Befall ignoriert, riskiert nicht nur Patientensicherheit, sondern auch haftungsrechtliche Folgen. Wir liefern die Dokumentation, die im Rahmen einer Begehung durch die Heimaufsicht oder das Gesundheitsamt verlangt wird.

Pharaoameisen-Verdacht in Ihrer Einrichtung? Wir sind in Berliner Kliniken und Altenheimen erfahren und behandeln diskret außerhalb der Besuchszeiten. Anruf: 030 340 46 300. Mehr Infos: Schädlingsbekämpfung Krankenhaus & Altenheim Berlin.

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