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Blog & Ratgeber

Mäuse in der Wohnung — was tun?

Mario Hirsch Inhaber, IHK-geprüfter Schädlingsbekämpfer
IHK-zertifiziert Mo-So 7:00–22:00
030 340 46 300

Die Hausmaus kommt im Herbst. Spätestens ab Ende September haben wir in Berlin jede Woche mehrere Anrufe — meist Altbauten, Parterrewohnungen, Häuser mit Garten. Eine Maus in der Wohnung ist nicht gleich ein Drama, aber auch nicht harmlos: sie knabbert Kabel an, verunreinigt Vorräte und vermehrt sich schnell. Wir erklären hier, wie Sie den Befall erkennen, was Sie selbst tun können und wann ein Profi wirklich nötig ist.

Typische Anzeichen für Mäusebefall

Sie hören sie meist zuerst, bevor Sie sie sehen. Mäuse sind nachtaktiv, also wird es zwischen 22 Uhr und 2 Uhr morgens "lebendig" in der Küche oder hinter den Sockelleisten. Worauf Sie achten sollten:

  • Kotkrümel — 3-6 mm lang, schwarz, spindelförmig, oft in Schubladen, hinter dem Herd, unter der Spüle.
  • Fraßspuren an Lebensmittelverpackungen — Zahnabdrücke an Müslitüten, Brotbeuteln, Haferflocken, Schokolade.
  • Modriger, stechender Uringeruch in Ecken, Schränken und entlang der Wände.
  • Knabbergeräusche und Trippeln in Wänden, Decken und über dem Kühlschrank.
  • Schmierspuren entlang der Scheuerleisten — Mäuse laufen immer dieselben Wege, das Fett aus ihrem Fell hinterlässt dunkle Streifen.
  • Nistmaterial — kleine Stoff- und Papierfetzen in Schubladen oder hinter Schränken.

Woher kommen die Mäuse?

Mäuse passen durch jede Öffnung, die so groß ist wie ein Bleistift — etwa 6-7 mm. Typische Eintrittspunkte in Berliner Wohnungen:

  • Lüftungsgitter und Abflussrohre ohne Gitter
  • Spalten unter Hauseingangstüren und Balkontüren (besonders Altbauten)
  • Durchbrüche für Kabel und Heizungsrohre im Keller und im Erdgeschoss
  • Offene Kellerfenster, Lichtschächte mit defektem Gitter
  • Hauseingänge im Erdgeschoss, wenn die Tür nicht dicht schließt

Im Herbst suchen Mäuse aktiv nach warmen Plätzen. Eine einzige trächtige Hausmaus kann innerhalb von 10 Wochen zu einer 20-köpfigen Kolonie werden. Deshalb: schnell handeln.

Selbst bekämpfen — was funktioniert

Bei einem frischen, kleinen Befall können Sie selbst Erfolg haben. Was wirklich wirkt:

  • Schlagfallen (klassische Holzfallen) — tierschutzkonform, sofortige Tötung, wiederverwendbar. Ködern Sie mit Erdnussbutter, nicht mit Käse — Käse trocknet aus und wird verschmäht. Stellen Sie 4-6 Fallen entlang der Laufwege, nicht in der Mitte des Raumes.
  • Lebendfallen — wenn Sie die Maus weit genug rausbringen (mindestens 1 km, sonst kommt sie zurück), eine humane Alternative. Kontrollieren Sie täglich, sonst verdurstet das Tier in der Falle.
  • Elektro-Fallen — etwas teurer, aber hygienisch und effektiv. Gut für Wohnungen mit Kindern, weil keine sichtbaren toten Tiere.

Was wir nicht empfehlen:

  • Köderboxen mit Gift im Wohnbereich. Die Maus stirbt irgendwo in der Wand und riecht wochenlang. Außerdem: Gefahr für Haustiere und Kinder. Gift gehört in die Hand eines Profis im gewerblichen Umfeld, nicht in die Küche.
  • Ultraschallgeräte — Studien zeigen, dass Mäuse sich nach wenigen Tagen an das Signal gewöhnen.
  • Klebefallen — nicht tierschutzkonform, die Tiere leiden lange.

Eintrittspunkte schließen

Ohne Abdichten kehren die Mäuse immer wieder zurück. Nach dem Fangen gehört zum Einsatz:

  • Alle Spalten größer als 6 mm mit Stahlwolle verstopfen (Mäuse können das nicht durchnagen). Darüber Silikon oder Bauschaum.
  • Lüftungsgitter mit feinmaschigem Draht (max. 6 mm) sichern.
  • Bei Wohnungstüren: Bürstendichtung unten einbauen.
  • Lebensmittel in Glas- oder Metallbehältern aufbewahren, nicht in Tüten oder Pappkartons.
  • Biomüll nicht über Nacht stehen lassen, keine Essensreste auf der Ablage.

Wann sollten Sie einen Profi rufen?

Ein Profi lohnt sich, wenn:

  • Sie mehr als 3-5 Mäuse pro Woche fangen
  • Sie trotz Fallen nach 2 Wochen immer neue sehen
  • Der Befall im Mehrfamilienhaus mehrere Wohnungen betrifft
  • Sie Gewerbe, Gastronomie oder Lebensmittelbetrieb sind — da ist professionelle Dokumentation nach HACCP Pflicht
  • Sie Kinder oder Allergiker im Haushalt haben und Gift vermeiden wollen, aber das Problem selbst nicht in den Griff bekommen

Wer zahlt in der Mietwohnung?

In Berliner Mietwohnungen ist in der Regel der Vermieter in der Pflicht, nach § 535 BGB. Ein Mäusebefall ist ein Mangel der Mietsache, solange er nicht durch den Mieter verursacht wurde. Schriftlich melden, Frist setzen (meist 7-14 Tage), dann hat der Vermieter einen Kammerjäger zu beauftragen. Mehr dazu in unserem ausführlichen Artikel "Schädlingsbekämpfung in der Mietwohnung — wer zahlt?".

Unsere Hilfe

Wir kommen in der Regel am selben oder am nächsten Tag. Der Einsatz umfasst Befallsanalyse, Köderauslegung oder Fallenstellung, Dokumentation und eine Nachkontrolle nach 10-14 Tagen. Kosten: ab 150 EUR Festpreis, je nach Wohnungsgröße. Erreichbar unter 030 340 46 300. Mehr zu Methoden, Ablauf und Vor-Ort-Praxis finden Sie auf unserer Service-Seite Mäusebekämpfung Berlin oder bei der verwandten Rattenbekämpfung.

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